...sie laden mich ein, sie zu gestalten...sie gestalten sich selbst und mich mit...wir finden unsere Gestalt...

lisa

...Leben und Sterben, Geben und Nehmen... das ewige, tief bedrohliche und häufig abgewehrte Thema, dem es sich jedoch zu begegnen lohnt...

Als er das Grab für seine Hündin und langjährige Begleiterin >lisa< aushob, schenkte ihm der Boden einen wunderschönen Herzstein.

Manch eine/r mag an Zufälle glauben; er tat es nicht, sondern bedankte sich bei aller Trauer für dieses persönliche und wunderbare Geschenk und bat sie, das Herz für einen Grabstein herauszuarbeiten und zulisa_2 gestalten. Sie freute sich über die Ehre, das zu dürfen, hatte allerdings auch Angst vor der Begegnung mit dem schwierigen Thema der Vergänglichkeit. Nur ganz zögerlich begann sie zu arbeiten, konnte sich für keine Farbe entscheiden, setzte Striche, die sie immer wieder übermalte...; alles fühlte sich falsch an...

Erst nach einem bewussten Innehalten und einer intensiven Betrachtunglisa_1 von Bildern des verstorbenen Tieres, wusste sie, welchen Weg die Gestaltung nehmen würde. Es gab keine Fragen mehr bezüglich Farbenwahl, keine Unsicherheiten wegen des Motivs... Die Berührungsängste wichen der Ruhe, und die Unerträglichkeit des Kitschigen wurde erträglich, schön und gut. Die anfängliche Angst wurde weich, so wie sie selbst auch... und der kleine (Parallel-)Stein ist für die Hosentasche, wenn es besonders weh tut.

 Lisa, es war mir eine große Ehre!

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